Options

Deribit Steuern in Deutschland

Deribit ist eine zentrale Krypto-Optionen- und Futures-Börse, die das mit Abstand größte Optionsvolumen auf BTC und ETH abwickelt. Bietet zusätzlich Perpetual-Futures und Spot-Trading auf USDC-Basis.

Centralized Exchange

Steuerliche Behandlung

Optionen und Futures auf Deribit fallen unter Termingeschäfte nach § 20 EStG — getrennt vom regulären Spot-FIFO-Pool. Realisierte Gewinne und Verluste werden im Termingeschäft-Topf erfasst. Die frühere 20.000-Euro-Verlustverrechnungsbegrenzung für Termingeschäfte wurde durch das Jahressteuergesetz 2024 rückwirkend aufgehoben — Verluste sind wieder unbeschränkt mit den übrigen Kapitalerträgen verrechenbar. Als Stillhalter (Verkäufer einer Option) ist die vereinnahmte Prämie bei Zufluss ein Kapitalertrag nach § 20 EStG. Ein späterer Rückkauf (Glattstellung) oder ein Barausgleich bei Fälligkeit ist ein § 20-Verlust im Zeitpunkt der Zahlung; verfällt die Option aus dem Geld, folgt nichts weiter. Als Käufer einer Option werden Glattstellung, Ausübung und Verfall als Abschluss des Termingeschäfts erfasst. Handelsgebühren für Eröffnung und Schließung sind eine eigene Position im § 20-Ergebnis und mindern es. USDC-Ein- und Auszahlungen auf das Deribit-Konto sind keine Steuerereignisse, sondern Verschiebungen innerhalb des eigenen Bestandes — die ursprüngliche § 23-Haltefrist bleibt erhalten.

Häufige Fehler

  • 1. Stillhalterprämien erst bei Schluss oder Verfall versteuern statt bei Zufluss
  • 2. Rückkauf oder Barausgleich einer geschriebenen Option nicht als § 20-Verlust im Zeitpunkt der Zahlung erfassen
  • 3. Handelsgebühren für Eröffnung und Schließung im § 20-Ergebnis vergessen
  • 4. Deribit-USDC-Einzahlungen als Veräußerung des USDC ansetzen
  • 5. Termingeschäft-Verluste mit § 23-Spot-Gewinnen oder anderen Einkunftsarten verrechnen — § 20-Verluste bleiben auf Einkünfte aus Kapitalvermögen beschränkt

Häufig gestellte Fragen

Werden Deribit-Optionen als § 23- oder § 20-EStG-Einkünfte versteuert? +
Als Termingeschäfte nach § 20 EStG, getrennt vom Spot-Handel. Die frühere 20.000-Euro-Grenze für die Verlustverrechnung wurde durch das Jahressteuergesetz 2024 rückwirkend aufgehoben — Termingeschäft-Verluste sind wieder unbeschränkt mit den übrigen Kapitalerträgen verrechenbar.
Wann ist eine Stillhalterprämie steuerpflichtig? +
Im Zeitpunkt des Zuflusses als Kapitalertrag nach § 20 EStG. Kaufst du die Option später zurück oder zahlst bei Fälligkeit einen Barausgleich, entsteht ein § 20-Verlust im Zeitpunkt der Zahlung. Verfällt die Option aus dem Geld, bleibt es bei der versteuerten Prämie.
Ist das Einzahlen von USDC bei Deribit ein Steuerereignis? +
Nein. Es ist eine Bestandsverschiebung innerhalb des eigenen Vermögens. Die ursprüngliche Anschaffung des USDC zählt für die Spekulationsfrist nach § 23 EStG weiter.

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