iPOR Steuern in Deutschland
iPOR (Inter Protocol Overnight Rate) ist ein Zins-Derivate- und Yield-Protokoll auf Ethereum. Im Mittelpunkt stehen iPOR Fusion Vaults, die ETH oder Liquid-Staking-Token entgegennehmen und in mehrere zugrundeliegende Renditequellen verteilen. Die Auszahlung erfolgt zweistufig: Anforderung der Auszahlung und spätere Einlösung.
Steuerliche Behandlung
Die Einzahlung in einen iPOR-Fusion-Vault ist ein Tausch nach § 23 EStG: Die eingezahlten Token gelten zum Marktwert als veräußert, der Vault-Anteil als neu angeschafft (neue Haltefrist). Die Auszahlung erfolgt zweistufig: Erst wird die Auszahlung angefordert, später tatsächlich vollzogen. Beide Schritte zusammen sind ein Tausch, bewertet zum Marktwert der erhaltenen Token. Auch eine Auszahlung über den internen AMM-Pool des Vaults (z. B. Erhalt von ETH statt stETH) ist ein Tausch nach § 23 EStG zum Marktwert der erhaltenen Token. Der Wertzuwachs des Vault-Anteils wird nicht laufend versteuert, sondern beim Ausstieg als Teil des § 23-Ergebnisses realisiert. Belohnungs-Token aus zusätzlichen Anreizprogrammen sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG bei Beanspruchung.
Häufige Fehler
- 1. Fusion-Vault-Einzahlung als steuerneutrale Umbuchung behandeln — sie ist ein Tausch mit neuer Haltefrist
- 2. Den zweistufigen Auszahlungsvorgang (Anforderung und spätere Einlösung) als zwei getrennte Veräußerungen erfassen
- 3. Den Ausstieg aus dem Vault (auch über den AMM-Pool) als steuerneutrale Rückgabe behandeln — er ist ein Tausch nach § 23 EStG
- 4. Im Vault akkumulierte Zinserträge laufend als sonstige Einkünfte versteuern statt beim Ausstieg als § 23-Ergebnis
Häufig gestellte Fragen
Ist die Einzahlung in einen iPOR-Fusion-Vault steuerpflichtig? +
Wie wird die zweistufige Auszahlung aus iPOR steuerlich behandelt? +
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