Airdrops — Steuern in Deutschland
Airdrops sind kostenlose Token-Verteilungen an Wallet-Inhaber, oft als Belohnung für die Nutzung eines Protokolls. Bekannte Beispiele sind der UNI-Airdrop (Uniswap), der ARB-Airdrop (Arbitrum) und der OP-Airdrop (Optimism).
Rechtsgrundlage
§ 22 Nr. 3 EStG (sonstige Einkünfte), § 23 EStG (späterer Verkauf)
Steuerliche Behandlung
Airdrops, die du für eine eigene Leistung erhältst, sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und im Zeitpunkt des Zuflusses (wenn die Token in deiner Wallet verfügbar sind) zum Marktwert steuerpflichtig, sofern der Token dann bereits einen Marktpreis hat. Die Anschaffungskosten für eine spätere Veräußerung entsprechen diesem Marktwert. Hat der Token bei Zufluss noch keinen Marktpreis (vor dem Handelsstart), wird er mit 0 € angesetzt; der spätere Verkauf ist dann in voller Höhe ein § 23-Gewinn. Ebenfalls mit 0 € angesetzt werden unaufgeforderte Airdrops ohne eigene Leistung — auch hier ist der spätere Verkauf in voller Höhe ein § 23-Vorgang. Spam-Airdrops (unaufgeforderte, wertlose Token) sollten als solche gekennzeichnet und nicht als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden.
Praktische Beispiele
- 1. UNI-Airdrop: 400 UNI für Uniswap-Nutzer (Sep 2020)
- 2. ARB-Airdrop: Arbitrum Governance Token (Mär 2023)
- 3. OP-Airdrop: Optimism Governance Token (Mai 2022)
- 4. JUP-Airdrop: Jupiter DEX-Aggregator auf Solana (Jan 2024)
Häufig gestellte Fragen
Sind Airdrops in Deutschland steuerpflichtig? +
Wie gehe ich mit Spam-Airdrops um? +
Ab wann beginnt die Haltefrist bei Airdrops? +
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